, ,

Etappe 8 Todi – Assisi – Urbino

Etappe 8: Von Todi über Assisi und Gubbio nach Gallo

Todi – Assisi – Gubbio – Urbino – Gallo

Nach den 37 Grad des Vortages starten wir heute bereits um 7 Uhr. Eine gute Entscheidung: Der Vormittag ist bewölkt und angenehm kühl – ideale Bedingungen für die Fahrt durch Umbrien.

Von Todi nach Assisi

Unser erstes Ziel ist Assisi. Die Strecke dorthin zählt landschaftlich zu den schönsten unserer gesamten Reise. Hügel, Felder, Olivenhaine und kleine Ortschaften prägen die Landschaft. Schon von Weitem sehen wir Assisi am Hang des Monte Subasio liegen.

Assisi ist vor allem wegen der Basilika San Francesco weltbekannt und zählt gemeinsam mit den franziskanischen Stätten zum UNESCO-Welterbe. Die weitgehend erhaltene mittelalterliche Altstadt mit ihren hellen Natursteinfassaden prägt das Bild der Stadt.

Untrennbar mit Assisi verbunden ist Franz von Assisi (1181/82–1226). Als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers entschied er sich für ein Leben in Armut und Einfachheit und begründete den Franziskanerorden. Seine Haltung zu Frieden, Armut und Natur wirkt weit über die katholische Kirche hinaus. Sein Grab befindet sich in der Basilika San Francesco.

Über Gubbio Richtung Apennin

Von Assisi fahren wir weiter nach Gubbio. Die Landschaft wird bergiger und die Straßen kurviger. Wir nähern uns wieder dem Apennin.

Gubbio gehört zu den ältesten Städten Umbriens. Das antike Iguvium war bereits ein bedeutendes Zentrum der Umbrer. Seine Lage am Übergang über den Apennin machte den Ort über Jahrhunderte strategisch wichtig. Wenige Kilometer östlich verlief die römische Via Flaminia, die Rom mit der Adriaküste verband. Im frühen Mittelalter gewann die Stadt erneut an Bedeutung, als über diese Region die Verbindung zwischen Rom und den byzantinischen Gebieten an der Adria beziehungsweise Ravenna gesichert wurde.

Heute beeindruckt Gubbio vor allem durch sein geschlossenes mittelalterliches Stadtbild. Enge und steile Gassen führen hinauf zum mächtigen Palazzo dei Consoli, der weithin sichtbar über der Stadt steht.

Zum zweiten Mal über den Apennin

Von Gubbio geht es weiter Richtung Urbino und damit endgültig über den Apennin. Die Strecke verlangt unseren 125er-Vespas mit ihren Steigungen einiges ab. Schließlich erreichen wir die Marken – und sind froh, damit den Apennin zum zweiten Mal auf unserer Reise erfolgreich überquert zu haben.

Urbino zählt zu den bedeutendsten Renaissancestädten Italiens. Unter Federico da Montefeltro entwickelte sich die Stadt im 15. Jahrhundert zu einem Zentrum von Kunst, Architektur und Wissenschaft. Der mächtige Palazzo Ducale zeugt noch heute von dieser Epoche. Urbino ist außerdem Geburtsstadt des Renaissance-Malers Raffael und gehört seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Tagesziel Gallo

Nach rund 180 Kilometern erreichen wir unser Tagesziel Gallo di Petriano. Dort beziehen wir unser Quartier in der Locanda Da Ciacci, der guten Küche wegen.