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Rom – zweieinhalb Tage in der Ewigen Stadt

Nach sechs Tagen auf der Vespa sind wir gut in Rom angekommen. Jetzt heißt es für zweieinhalb Tage: Vespas abstellen und die Stadt zu Fuß erkunden. Besonders schön ist, dass wir nun als Familie gemeinsam unterwegs sind. Und Rom macht es einem leicht, die Zeit zu vergessen – praktisch hinter jeder Ecke wartet ein Stück Geschichte.

Petersdom – Rom von ganz oben

Was bei einem Aufenthalt in Rom natürlich nicht fehlen darf, ist der Besuch des Petersdoms – und der ist tatsächlich gigantisch. Mit Michaela haben wir eine absolut profunde, wenn auch durchaus kirchenkritische Führerin gefunden. Das Angenehme daran: Sie ist nur mit uns vieren unterwegs, und so bekommen wir eine sehr persönliche Führung.

Der Petersdom entstand über dem vermuteten Grab des Apostels Petrus. An seinem Bau wirkten einige der bedeutendsten Künstler der Renaissance und des Barock mit, darunter Bramante, Michelangelo und Bernini. Die Dimensionen sind schwer zu erfassen: Die Kirche ist mehr als 200 Meter lang, und die Kuppel erreicht eine Höhe von rund 136 Metern.

Wir lassen uns den Dom ausführlich erklären und machen uns anschließend an den Aufstieg in die von Michelangelo entworfene Kuppel. Je weiter es hinaufgeht, desto enger und schräger werden die Gänge – bis wir schließlich ganz oben stehen. Der Blick über den Petersplatz und die Dächer Roms entschädigt für jede einzelne Stufe.

Danach geht es in die andere Richtung: hinunter zu den Papstgräbern unter dem Petersdom. Zum Abschluss besuchen wir noch den Campo Santo Teutonico, den kleinen deutschen Friedhof unmittelbar neben dem Petersdom. Eine erstaunlich ruhige Ecke mitten im Vatikan und ein starker Kontrast zu den Menschenmassen wenige Meter entfernt.

Pantheon, Trevi-Brunnen und Spanische Treppe

Natürlich gehört auch das Pantheon dazu. Der fast 2.000 Jahre alte römische Tempel wurde später zur Kirche und ist deshalb außergewöhnlich gut erhalten. Besonders beeindruckend ist die gewaltige Kuppel: In ihrer Mitte befindet sich das neun Meter breite Oculus, durch das tatsächlich auch der Regen ins Gebäude fällt.

Wesentlich jünger, aber nicht weniger bekannt, ist der Trevi-Brunnen. Der barocke Monumentalbrunnen wurde im 18. Jahrhundert vollendet und markiert den Endpunkt einer antiken römischen Wasserleitung. Ruhig ist es hier praktisch nie – aber Rom ohne Trevi-Brunnen wäre halt auch nicht ganz Rom.

Weiter geht es zur Spanischen Treppe. Ihre 135 Stufen verbinden die Piazza di Spagna mit der Kirche Trinità dei Monti. Von dort führt unser Weg schließlich zur weitläufigen Piazza del Popolo, einem der großen historischen Eingänge in die Stadt. In ihrer Mitte steht ein ägyptischer Obelisk, der bereits unter Kaiser Augustus nach Rom gebracht wurde.

Kolosseum und Forum Romanum

Ein Höhepunkt ist natürlich das Kolosseum – wobei schon der Weg hinein fast mehr Geduld verlangt als die Besichtigung selbst.

Die Karten sind online bestellt, können aber nicht einfach online eingelöst werden. Also anstellen, um die Tickets abzuholen. Dort erfahren wir, dass genau diese Tickets hier nicht ausgegeben werden. Weiter zur nächsten Ausgabestelle. Dort müssen wir schließlich Personalausweise beziehungsweise Pässe vorzeigen und bekommen am Ende – trotz Online-Buchung – ein analoges Ticket in die Hand gedrückt. Moderne Digitalisierung auf römische Art.

Hat man diese Hürde geschafft, ist der Ärger allerdings schnell vergessen. Das Kolosseum wurde im ersten Jahrhundert nach Christus unter den flavischen Kaisern errichtet und bot Zehntausenden Menschen Platz. Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen und öffentliche Spektakel fanden hier statt.

Direkt daneben liegt das Forum Romanum, über Jahrhunderte das politische, religiöse und gesellschaftliche Zentrum des Römischen Reiches. Vieles wurde später verschüttet, als Steinbruch verwendet oder für andere Bauwerke abgetragen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist es beeindruckend, zwischen den Resten von Tempeln, Triumphbögen und Basiliken zu stehen und sich vorzustellen, dass von hier aus einst ein Weltreich regiert wurde.

Vittoriano – Blick über das antike Rom

Kaum weniger monumental ist das Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II, meist einfach Vittoriano genannt. Das riesige weiße Monument wurde zu Ehren des ersten Königs des vereinigten Italien errichtet und dominiert die Piazza Venezia.

Von oben hat man einen ausgezeichneten Blick über Rom. Besonders schön ist die Aussicht Richtung Forum Romanum, Kolosseum und Palatin. Erst von hier oben bekommt man ein Gefühl dafür, wie eng das antike und das moderne Rom miteinander verwoben sind.

Engelsburg

Am zweiten Tag gönnen wir uns auch einen Besuch der Engelsburg. Ursprünglich wurde sie im 2. Jahrhundert als Mausoleum für Kaiser Hadrian errichtet. Später wurde aus dem Kaisergrab eine Festung und schließlich eine päpstliche Zuflucht. Über den sogenannten Passetto di Borgo war die Burg sogar direkt mit dem Vatikan verbunden, sodass sich Päpste bei Gefahr dorthin zurückziehen konnten.

Heute geht es wesentlich friedlicher zu. Von den oberen Terrassen bietet sich ein wunderbarer Blick über den Tiber, die Engelsbrücke und hinüber zum Petersdom.

Zweieinhalb Tage Rom

Rom ist laut, heiß, es hat weit über 30 Grad, voll und manchmal organisatorisch etwas gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig stolpert man hier ständig über zweitausend Jahre Geschichte.

Morgen werden die Vespas wieder gestartet. Jetzt geht es zurück Richtung Norden – und damit beginnt der zweite Teil unserer Reise.

Etappe 6 – Cetona nach Rom: Ziel erreicht

Gut gestärkt durch ein Frühstück bei meiner Schwester machen wir uns auf zur letzten Etappe unserer Hinfahrt. Heute geht es von Cetona nach Rom. In der Nacht hat ein heftiges Gewitter die Gegend überzogen. Noch ahnen wir nicht, dass wir selbst in eines geraten werden.

Unterwegs wird der Himmel immer dunkler, bis das Gewitter schließlich mit voller Wucht losbricht. Zum Glück erwischt es uns nicht irgendwo auf offener Straße, sondern direkt vor einer Bar. Die „La Pantera“ – unsere Pantherbar – wird für die nächsten eineinhalb Stunden unser unfreiwilliges Zuhause. Es bleibt nichts anderes übrig, als bei Kaffee und Aperol zu warten, bis das Schlimmste vorbei ist.

Danach klart der Himmel langsam wieder auf und wir setzen unsere Fahrt Richtung Lago di Bolsena fort. Nach dem Gewitter zeigt sich die Landschaft wieder von ihrer freundlicheren Seite und wir genießen die Fahrt entlang des Sees.

Von dort machen wir noch einen Abstecher von etwa 15 Kilometern nach Civita di Bagnoregio. Der kleine Ort liegt spektakulär auf einem Tuffsteinfelsen und ist heute nur noch über eine lange Fußgängerbrücke erreichbar. Seine Ursprünge reichen bis in die Zeit der Etrusker zurück. Durch die ständige Erosion des weichen Gesteins wurde Civita immer stärker von seiner Umgebung abgeschnitten und trägt deshalb auch den Beinamen „la città che muore“ – die sterbende Stadt. Schon der Blick auf den Ort mit seinen alten Häusern hoch über den Tälern ist den Umweg wert.

Danach geht es endgültig Richtung Rom. Wir erreichen die SS2 – die Via Cassia und folgen ihr über Viterbo und weiter nach Süden. Auch hier fährt ein Stück Geschichte mit: Die heutige SS2 folgt über weite Strecken der antiken Via Cassia, einer der bedeutenden römischen Fernstraßen. Sie verband Rom mit Etrurien und führte weiter Richtung Florenz.

Die letzten Kilometer ziehen sich. Nach sechs Tagen, vielen Kurven, Bergen, Hitze und heute auch noch einem ordentlichen Gewitter taucht schließlich Rom vor uns auf.

Gegen 18 Uhr, nach rund 220 Kilometern, ist es geschafft. Wir erreichen unser Apartment in unmittelbarer Nähe des Petersdoms. Die Vespas kommen in die Garage – und dort bleiben sie erst einmal stehen.

Wenig später treffen auch Max und Jakob ein. Die Familie ist vereint, Rom ist erreicht und mein Traum erfüllt.

Etappe 5 – Toskana pur: Pistoia nach Cetona

Der Tag beginnt mit einem Frühstück im Nachbargebäude unseres Hotels – in einer faszinierenden kleinen Pasticceria. Ein guter Kaffee, frisches Gebäck und italienisches Treiben rundherum: ein passender Start in einen Tag, der ganz im Zeichen der Toskana stehen sollte. Bevor wir Pistoia verlassen, bedanken wir uns noch im Boutique Hotel Palazzo 42 für das kostenlose Upgrade auf eine Suite. Ein wunderbarer Aufenthalt.

Dann geht es los. Unser heutiges Ziel ist Cetona im Süden der Toskana. Wir fahren zunächst Richtung Florenz und weiter durch die typische Hügellandschaft. Besonders die Gegend westlich und südwestlich von Florenz lässt das Herz höherschlagen: Weinberge, Olivenhaine, Zypressen, alte Gutshöfe und kleine Straßen, die sich durch die Hügel ziehen. Es sind diese Kilometer, die einem auf der Vespa begeistern.

Ein Abstecher führt uns nach San Gimignano. Wer den Ort noch nicht kennt, sollte ihn wohl einmal gesehen haben. Wer schon einmal hier war, könnte ihn bei einer nächsten Reise aber durchaus links liegen lassen. Die mittelalterliche Kulisse mit ihren berühmten Geschlechtertürmen ist beeindruckend, doch der Ort ist heillos mit Touristen überlaufen. Auch beim Café am Hauptplatz bleibt ein schaler Beigeschmack: Fünf Euro für einen Becher voller Eiswürfel mit einem kleinen Schuss Cola sind schon bemerkenswert. Da fragt man sich unweigerlich: Muss das sein? Lässt die Qualität nach, wenn die Gäste ohnehin kommen – oder ist es schlicht die Gier?

Wir lassen den Trubel hinter uns und fahren weiter, vorbei an Siena und hinunter nach Buonconvento. Die Landschaft verändert sich dabei immer wieder. Gerade das macht die Toskana aus: Sie besteht eben nicht nur aus den bekannten Postkartenmotiven mit Zypressen und sanften Hügeln, sondern zeigt auf relativ kurzer Strecke ganz unterschiedliche Gesichter.

Am Nachmittag führt uns die Straße weiter Richtung Süden. Nach rund 220 Kilometern und etwa sechs Stunden Fahrtzeit erreichen wir gegen 17 Uhr Cetona. Dort hat meine Schwester eine Villa gemietet, und nach den vielen Kilometern der vergangenen Tage fühlt es sich fast ein wenig wie Heimkommen an.

Die Vespa wird abgestellt, der Fahrtag ist vorbei und der Abend gehört der Familie. Bei einem gemeinsamen Essen lassen wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren.

Etappe 2: Von Auer nach Trient – Dem Regen voraus

Freitag | ca. 50 km | Auer – Trient

Unsere zweite Etappe ist eigentlich nur die Fortsetzung der ersten. Ursprünglich hatten wir eine längere Tagesstrecke geplant, doch die Wetterlage hat unsere Planung verändert. Für den Nachmittag sind stärkere Regenfälle angekündigt. Deshalb wollen wir die rund 50 Kilometer von Auer nach Trient möglichst früh hinter uns bringen.

Nach einem sensationellen Frühstück im Turmwirt in Auer starten wir bereits um 8:30 Uhr.

Die ersten Kilometer führen uns durch die typische Landschaft des Südtiroler Unterlands. Links und rechts der Straße wechseln sich Apfelplantagen und Weingärten ab. Die Strecke ist zunächst angenehm zu fahren und wir kommen gut voran.

In der zweiten Hälfte der Fahrt erreicht uns allerdings der angekündigte Regen früher als erwartet. Besonders unangenehm ist, dass wir einen Teil der Strecke auf der Schnellstraße zurücklegen müssen. Bei Regen, nasser Fahrbahn und dem Spritzwasser kein besonderes Vergnügen. Entsprechend froh sind wir, als wir schließlich das Zentrum von Trient erreichen.

Dort beziehen wir eine kleine, feine Pension in zentraler Lage. Soul of Trento – Grand Lachman Palace. Die Art des Eincheckens ist allerdings gewohnheitsbedürftig. Einen Gastgeber bekommen wir nicht zu Gesicht. Anmeldung, Zugang und Check-in funktionieren ausschließlich online. Praktisch ist es, persönlich eher weniger.

Da unsere Vespas für heute Pause haben, nutzen wir den restlichen Tag für einen Rundgang durch Trient. Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Unser Weg führt uns zum Dom und durch die Straßen und Plätze des historischen Zentrums.

Alte Verbindungen zwischen Schwaz und Trient

Trient ist für uns nicht nur ein Etappenziel auf dem Weg nach Rom. Zwischen Schwaz und Trient bestehen seit Jahrhunderten historische Verbindungen. Eine davon führt zum Geschlecht der Frundsberger, das eng mit Schwaz verbunden war. Ulrich von Frundsberg wurde Ende des 15. Jahrhunderts Fürstbischof von Trient und übte dieses Amt von 1488 bis zu seinem Tod 1493 aus. Er wurde im Dom von Trient beigesetzt. (Wikipedia⁠)

Auch in der Gegenwart gibt es enge Kontakte. Schwaz pflegt eine Partnerschaft mit dem Trienter Stadtteil Argentario. Interessant ist dabei bereits der Name: Argentario bedeutet sinngemäß „Silberberg“ – eine passende Verbindung zur Silberstadt Schwaz. Ausgangspunkt der modernen Kontakte war unter anderem eine Schulpartnerschaft zwischen der Johannes-Messner-Schule in Schwaz und der Schule R. Zandonai in Martignano. 1999 wurde ein Freundschaftsprotokoll zwischen Schwaz und Argentario unterzeichnet, später wurde die Partnerschaft weiter vertieft. (Comune di Trento⁠)

Die schulischen Kontakte werden bis heute weitergeführt und ausgebaut. Auch zwischen der HAK Schwaz und einer Schule in Trient gibt es aktuelle Bemühungen um eine Euregio-Schulpartnerschaft und einen regelmäßigen Schüleraustausch. (hak-schwaz.at⁠)

Der Dom von Trient

Ein Fixpunkt unseres Stadtrundgangs ist der Dom San Vigilio. Seine Geschichte reicht weit zurück. Unter dem heutigen Dom befinden sich die Reste einer frühchristlichen Basilika aus dem späten 4. Jahrhundert. Auch der heilige Vigilius, Bischof und Schutzpatron von Trient, wurde hier bestattet. (Cultura Trentino⁠)

Seine große historische Bedeutung erhielt der Dom vor allem durch das Konzil von Trient, das von 1545 bis 1563 dauerte und zu den wichtigsten Ereignissen der katholischen Kirchengeschichte zählt. Im Dom fanden bedeutende Sitzungen statt; hier wurden am Ende des Konzils auch dessen Dekrete feierlich verkündet. (Cultura Trentino⁠)

Warum steht Neptun mitten in Trient?

Direkt vor dem Dom fällt auf der Piazza del Duomo der große Neptunbrunnen ins Auge. Ein Meeresgott mitten in einer Alpenstadt wirkt zunächst etwas ungewöhnlich.

Der Brunnen entstand im 18. Jahrhundert und hatte neben seiner repräsentativen Funktion einen sehr praktischen Zweck: Er sollte die Stadt mit sauberem, ständig fließendem Wasser versorgen. Der Zusammenhang mit Neptun dürfte auch ein Wortspiel sein. Der römische Name Trients lautet Tridentum – und der Dreizack, italienisch „tridente“, ist bekanntlich das wichtigste Attribut des Meeresgottes Neptun. Die heutige Neptunfigur auf dem Brunnen ist eine Bronzekopie; das Original wurde zum Schutz an einen anderen Ort gebracht. (YouTube⁠)

Damit endet unsere kurze zweite Etappe nach nur rund 50 Kilometern auf der Vespa, dafür mit deutlich mehr Kilometern zu Fuß.

Für morgen sieht der Wetterbericht wesentlich besser aus. Das ist auch notwendig, denn nun soll unsere Reise wieder richtig Fahrt aufnehmen: Von Trient geht es entlang dem Gardasee und anschließend weiter Richtung Süden nach Sabbiato.

Etappe 1: Von Schwaz nach Auer – Der erste Tag Richtung Rom

Donnerstag | ca. 180 km | Schwaz – Brenner – Bozen – Tramin – Auer

Eigentlich sollte unsere Vespa-Reise nach Rom erst am Freitag beginnen. Der Wetterbericht machte uns allerdings einen Strich durch die Planung: Für Freitag waren starke Gewitter und ergiebiger Regen vorhergesagt. Also entschieden wir uns kurzfristig, bereits am Donnerstag zu starten.

Um 7 Uhr morgens geht es in Schwaz los. Die Vespas sind gepackt und die erste Etappe führt uns zunächst Richtung Innsbruck und anschließend über die alte Römerstraße Richtung Brenner. Wir wollen auf unserer Reise nach Rom möglichst abseits der Autobahn unterwegs sein und die Strecke bewusst auf kleineren Straßen zurücklegen.

Bis zum Brenner spielt das Wetter noch recht gut mit. Es ist heiter und die Straßenverhältnisse passen. Am Brenner ändert sich das allerdings: Auf der italienischen Seite beginnt es zu regnen. Also Regenkleidung an und weiter.

Vom Brenner fahren wir auf der Bundesstraße durch Südtirol hinunter Richtung Bozen. Über Sterzing und Brixen geht es stetig südwärts. Trotz des Regens kommen wir gut voran und mit jedem Kilometer Richtung Bozen wird das Wetter wieder angenehmer.

Ab Bozen nehmen wir nicht den schnellsten Weg nach Süden, sondern fahren über die Südtiroler Weinstraße weiter. Nach den Kilometern über den Brenner ist das ein deutlicher Landschaftswechsel: Weinberge, Obstgärten und kleine Ortschaften bestimmen nun die Strecke.

Kurz vor unserem Tagesziel machen wir noch einen besonderen Zwischenstopp in Tramin, der Partnergemeinde von Schwaz. Wenn wir schon mit der Vespa praktisch vor der Haustür vorbeifahren, wollen wir natürlich nicht einfach durchfahren. Also stellen wir die Vespas bei der Gemeinde ab und klopfen beim Bürgermeister Wofgang Oberhofer an, der und uns auch empfängt.

Anschließend nehmen wir die letzten Kilometer nach Auer in Angriff. Dort finden wir mit dem Turmwirt eine Unterkunft für die erste Nacht.

Und noch ein Tipp: Wer Hirtennudeln liebt ist im GH Waldthaler in Auer bestens aufgehoben.

Nach rund 180 Kilometern ist damit unsere erste Etappe geschafft. Vom Start in Schwaz über die alte Römerstraße und den Brenner bis nach Südtirol hat der erste Tag bereits einiges geboten – einschließlich des ersten Regens der Reise.

Die Entscheidung, wegen der angekündigten Gewitter einen Tag früher aufzubrechen, war jedenfalls richtig.

Etappe 1 geschafft: Schwaz → Auer, ca. 180 Kilometer.

Morgen geht es weiter nach Trient. 🛵🇮🇹